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Brustchirurgie

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Die weibliche Brust ist eine Herausforderung

Der Wunsch vieler Frauen nach einer straffen, schön geformten Brust ist ein weithin diskutiertes Thema und die plastische Chirurgie bietet Operationsverfahren diesem Wunsch der Frauen nachzukommen.

Brustvergrösserung

Bei der Brustvergrößerung werden Silikonimplantate entweder unter die Brustdrüse oder unter die Brustdrüse und den Brustmuskel eingebracht, sodass dadurch eine deutliche Betonung der Brust entsteht. Der Hautschnitt erfolgt meist in der Unterbrustfalte, gelegentlich auch im Bereich der Brustwarze. Das Problem bei dieser Operation liegt in der unterschiedlichen Reaktion auf das Silikonimplantat und es kann zu einer Kapselbildung rund um das Brustimplantat kommen, die es auch erforderlich machen kann nochmals oder gar mehrmals zu operieren. Vor allem ein zu großes Implantat führt eher zu lästigen Folgeoperationen. Der Eingriff erfolgt unter Allgemeinnarkose und üblicherweise ist man eine Nacht stationär im Krankenhaus.

Bei den Brustimplantaten gibt es unterschiedliche Oberflächen und Formen und viele Hersteller.

Die Qualität der Implantate in Österreich ist sehr gut, da wir strengsten Qualitätskontrollen unterliegen.

Ein in letzter Zeit oft angebotenes B-Lite Implantat mit einem Gewicht welches um ein Drittel geringer ist als das anderer Implantate kann von mir natürlich auf Wunsch auch bestellt werden.

Brustverkleinerung

Bei der Brustverkleinerung (Reduktionsplastik) wird Brustdrüsengewebe operativ entfernt und die Brust wird durch spezielle Nahttechniken neu geformt. Durch zu große Brüste kommt es auf Dauer zu Wirbelsäulenproblemen bzw. zu Haltungsschäden. Ab einem Resektionsgewicht von 500 Gramm pro Seite wird diese Operation derzeit von der Kasse übernommen. Nach der Operation ist man ca. 4 - 6 Tage stationär und ist für ca. 4 – 6 Wochen nicht voll arbeitsfähig. Das Narbenbild erstreckt sich rund um die Brustwarze, eine gerade senkrechte Narbe von der Brustwarze bis zur Unterbrustfalte und eine Narbe im Unterbrustfaltenbereich. Die Nahtentfernung erfolgt in Etappen zwischen 14 - 21 Tage nach der Operation. Ein spezieller Stütz-BH sollte 6 Wochen nach der Operation getragen werden. Eine natürliche Brustform nach dieser Operation hat man erst nach ca. 6 – 9 Monaten.

Bruststraffung

Bei der Bruststraffung wird der gedehnte Hautmantel im Brustbereich durch spezielle Schnitt und Nahttechniken neu geformt ohne dass Brustdrüsengewebe entfernt wird. Das Narbenbild läuft rund um die Brustwarze, eine gerade senkrechte Narbe von der Brustwarze bis zur Unterbrustfalte und eventuell eine Narbe im Unterbrustfaltenbereich. Manchmal ist es notwendig zusätzlich ein Silikonimplantat einzubringen, wenn zu wenig Eigengewebe vorhanden ist. Die Nahtentfernung erfolgt üblicherweise nach 14 Tagen.

Kapselfibrosen Operationen

Nach Brustoperationen bei denen Implantate verwendet wurden, kann es als mögliche Komplikation eine sogenannte Kapselfibrose auftreten. Dabei kommt es zu einer Schrumpfung und zu einem Zusammendrücken der Implantate. Die Kapselfibrose wird in Stadien nach Baker von 1 - 4 eingeteilt und tritt in ca. 5 - 7 % der Fälle auf. Wenn es im Zuge der Kapselfibrose zu Schmerzen und/oder Verformungen der Brust kommt, dann sollte die Kapsel entweder eröffnet werden (Kapsulotomie) oder entfernt werden (Kapsulektomie), damit die Implantate wieder Platz haben.
Wenn es notwendig ist können die Implantate im Zuge dieses Eingriffes gewechselt werden.

Lipofilling

Fett, das über eine Fettabsaugung gewonnen wird, kann dazu verwendet werden um Konturdefekte aufzufüllen und so werden Disharmonien vor allem im Brustbereich ausgeglichen. 60 - 70 % des transferierten Fettes werden dauerhaft vom Körper angenommen.

Gynäkomastie

Die Gynäkomastie ist eine Vergrößerung der männlichen Brustdrüse, die als störend empfunden wird. Vor einer Operation sollte eine urologische Abklärung erfolgen und eine Ultraschalluntersuchung bzgl. der Gewebequalität der vergrößerten Brust.

Wenn tatsächlich eine Vergrößerung der Drüse vorliegt, so wird über einen Schnitt im Brustwarzenbereich das Brustdrüsengewebe entfernt und eventuell wird auch die Haut im Brustbereich noch zusätzlich gestrafft.

Wenn die Vergrößerung allerdings nur durch Fettgewebe bedingt ist, so kann man mittels einer Fettabsaugung über kleine Einstiche dieses Problem korrigieren, allerdings wird dieser Eingriff dann nicht von der Kasse übernommen.

Rekonstruktion bedeutet eine Chance

Die plastische Chirurgie beinhaltet neben allen ästhetischen Eingriffen auch eine Vielzahl von Operationen die Funktionen und Bewegungsabläufe betreffen oder Schmerzen beseitigen. Die Wiederherstellung nach schweren Krebsoperationen gibt vielen Menschen neuen Mut und Hoffnung.

Brustrekonstruktion/Tumorchirurgie

Die Wiederherstellung von Körperformen nach großen Tumoroperationen aber auch nur der Verschluss von großen Defekten nach Operationen ist ein wesentlicher Teil der rekonstruktiven Chirurgie.

Die wohl häufigste Operation in diesem Bereich ist der Wiederaufbau der weiblichen Brust nach Brustkrebsoperationen. Dabei kommen verschiedenste Techniken zur Anwendung.

Man kann entweder die Brust mit einem Silikonimplantat in Verbindung mit einem Rückenmuskel rekonstruieren, wobei diese Technik seit vielen Jahren angewandt wird und eine sehr sichere und schnell Methode darstellt, die ein relativ geringes Risiko postoperativ bietet. Der Nachteil liegt darin, dass man eventuell auf das Implantat mit einer Kapselbildung (sogenannte Kapselfibrose) reagieren kann, was unter Umständen neuerliche Operationen notwendig macht.

Der Wiederaufbau der Brust kann aber auch mit rein körpereigenem Gewebe erfolgen, wobei entweder Gewebe aus dem Bauchbereich oder von der Oberschenkelinnenseite verwendet wird um die Brust mit einem sogenannten freien Lappen zu rekonstruieren. Dabei wird das körpereigene Gewebe so präpariert, dass es die Form einer Brust ergibt und anschließend wird der gesamte Gewebeblock unter dem Mikroskop wieder an das Gefäßsystem angeschlossen (Gefäßanastomosen). Voraussetzung dafür ist, dass genügend Gewebe vorhanden ist um eine neue Brust zu formen und dass auch die Gefäßsituation der Patientin es zulässt. Diese Operationen dauern bis zu 10 Stunden und die Gefahr liegt in den neuen Gefäßverbindungen, die unter dem Mikroskop wiederhergestellt werden. Im Bereich dieser Gefäßanastomosen kann es zu Verschlüssen kommen, wodurch unter Umständen der gesamte freie Lappen zerstört wird.

Als Abschluss einer kompletten Brustrekonstruktion erfolgt in einer späteren kleineren Operation die Rekonstruktion der Brustwarze aus optischen Gründen, wobei dafür sehr gerne die Haut der Oberlider zum Aufbau eines neuen Warzenhofes verwendet wird.

Eine neue Methode der Brustwarzenrekonstruktion stellt die medizinische Pigmentierung dar.

Die Therapie bei Brustkrebs durch Chemotherapie und/oder Strahlentherapie sowie die Hormontherapien werden entweder vor aber auch nach rekonstruktiven Eingriffen durchgeführt.

Die Bestrahlung erhöht allerdings die Wahrscheinlichkeit einer Kapselfibrose bei einem Silikonimplantat, daher ist es bei dieser Art der Wiederherstellung sinnvoll sie erst nach abgeschlossener Strahlentherapie durchzuführen.